Sätze quälen sich aus mir heraus wie der Eiter aus einem verfaulten Zahn. Nicht alles im Leben ist schön. Nicht alles ist lecker. Vieles stinkt. Guten Morgen! Es ist fünf Uhr. Viel los hier draußen. Jedenfalls was die Vögel angeht. Die Bienen schlafen noch, der Klee ist noch frei. Ich habe kurz aber gut geschlafen. Bin fit. Bin ausgeruht. Noch.… Read more →
Autor: Henning Taube
Wer bist du?
Herrlich! Es ist zwanzig nach sieben. Keine Wolke, der Himmel strahlt heute Morgen beinahe türkis. Ich sitze auf meiner Terrasse, rauche eine Zigarette und genieße einen Earl Grey ohne Zucker. Gestern wurde ja doch das Italienspiel und nicht das Spanienspiel im Fernsehen gezeigt. Und leider sind die Kroaten so gut wie ausgeschieden. — Die Schwalben tanzen schon unter dem Türkis.… Read more →
Her mit dem schönen Leben!
Guten Morgen! Für den Roman BLOCK brauche ich eine gehörige Portion Aggressivität. Die Wut, die ich benötige, ist in jedem Fall da. Es ist keine Geschichte, in welcher es um blühende Blumen und singende Vögel geht. Eine wesentliche Rolle spielt die uneingeschränkte Brutalität, die leider nicht erfunden ist. Ich habe es schon mehrfach erwähnt: Nie wieder werde ich jemandem erzählen,… Read more →
Der beschissene verfuckte scheiß Wecker
Guten Morgen ihr Lieben Heute Morgen bin ich sehr ausgeruht und klar. Und ich habe eine Stunde lang am Roman gearbeitet. Das Wetter ist herrlich. Die Vögel singen ihre Lieder. Bis auf einige Verpflichtungen kann ich mir den Tag frei gestalten. Hoffentlich weiß ich dies genügend zu schätzen und nutze ihn. In nächster Zeit werde ich mich um ein paar… Read more →
Nichts mitzuteilen
Ein wenig Poesie wäre ganz schön. Poesie ist genauso schön wie fliegen, stelle ich mir vor. Schöne Worte zu finden ist dem Schriftsteller vorbehalten. Lügen zu verbreiten, dem Politiker. Zum Glück bin ich kein Politiker. Was ich bin, ist Mensch. Umhüllt von einem schweren Leib. Was ich bin, ist Seele. Seele in einer schweren Hülle. Heute Abend genieße ich sehr… Read more →
Ein Besuch in Dänemark
Ich sehe ein, dass ich keine Hilfe zu erwarten habe. Weder von Menschen, die Einfluss haben, noch von irgendwelchen Buchverlagen. Ehrlich gesagt ist mir die Energie abhanden gekommen. Ich finde es schade, dass ich niemals passende Kontakte aufbauen konnte. Ich bin schlicht gesagt zu krank gewesen. Zu verrückt. Zu durchgeknallt. Niemand wollte es mit mir riskieren. Niemand wollte sich verantwortlich… Read more →
Die Bipolarität
Die Bipolarität. Heute war ein guter Tag. Kein Vergleich zu dem gestrigen. Von Depression heute nichts zu spüren. Gerade sitze ich auf meiner Terrasse, genieße ein Glas Weißwein, rauche eine Zigarette und höre den Vögeln zu. Hinter mir summt eine Hummel. Sie nimmt Platz in einer leuchtenden Blüte. Ich atme. Ich lebe. Ich liebe. Ganz still ist es in mir.… Read more →
Depressiv bist du
Du bist depressiv. Seit einigen Tagen geht es dir beschissen. Du kannst dich nicht freuen. Jedenfalls nicht richtig. Kriegst zwar irgendwie ein Lachen hin, doch kommt es nicht aus den Tiefen deines Herzens. Du bist überfordert. Überfodert von der Arbeit, überfordert vom Leben. Ein Wunder, dass es dich zu deinem Schreibtisch zieht. Ein Wunder, dass es dir möglich ist, ein… Read more →
Traum und Tod
Ich weiß nicht, was ich schreiben könnte. Jetzt. Und jetzt, zwei Stunden später, geht es mir gut. Der Himmel strahlt blau. Die Sonne scheint. Ich fühle mich, wie immer, etwas beengt in meinem kleinen Zimmer. Zum Glück muss ich heute Nachmittag nicht arbeiten. Das bedeutet, dass ich mich auf meine Terrasse setzen kann, um zu schreiben. Und nun sitze ich… Read more →
Die Weite tut gut
Ich bin glücklich, dass ich jetzt doch noch dazu komme, ein paar Sätze zu schreiben. Es ist gleich Viertel vor zehn am Abend. Ich sitze auf meiner Terrasse. Trinke ein Gläschen Eierlikör. Rauche eine Zigarette. Paul Auster ist tot. Durch ihn habe ich begonnen, mich für Literatur zu interessieren. Damals, Anfang der Neuziger, marschierte ich bei Decius rein und habe… Read more →