Die unglaubliche Stille hier draußen um halb drei in der Nacht. Mir ist, als sei sogar der Wind in den Ferien. Unruhig wälzte ich mich im Bett hin und her. Ich denke, dass ich denken kann, ist ein Wunder. Es ist ein Wunder, dass ich meine Gedanken, wenn es denn meine sind, niederschreiben kann. Welche Gedanken sollten es sonst sein,… Read more →
Autor: Henning Taube
Ein Stück Normalität
Es kann sein, dass das Schlimmste geschafft ist. Heute Morgen um halb fünf spüre ich nichts von der Depression, die mich in den letzten Wochen wie ein Schatten begleitet hat. Ein Stück Normalität ist zurückgekehrt. Natürlich – um halb acht kann es schon wieder ganz anders aussehen. Die Antriebslosigkeit kann unaufhaltsam sein. Von einer Sekunde zur anderen ist sie da.… Read more →
Die Lawine
Ich möchte dir sagen, wie sehr ich dich liebe. Auch wenn du es weißt – Welt. Ich möchte dir sagen, wie sehr ich dich liebe. Ich sage dir, dass ich dich liebe. Du hast mich bis hierher getragen. Ein paar Schritte bin ich selbst gegangen. Manchmal fühlte ich mich leicht wie eine Feder. Oder schwer wie ein Fels. Ich liege… Read more →
Raben krächzen. Tauben erzählen.
Dir fällt nichts ein? Das kenne ich. Mir gelingt das Schreiben am besten in der Stille. Und wenn ein Vogel zwitschert, schreib, dass er singt. Für dich. Und lass in Gottes Namen den Satz stehen. Fang den Augenblick ein, veredele ihn. Gold ist niemals so schön und rein und weich anzufassen, wie eine Blume. Der Blütenduft erinnert an Sonne, Regen… Read more →
Ihr alle – tanzt!
Es regnet und stürmt. Unter meinem Carport sitze ich trocken. Ich spiele mit, lasse mich treiben, bin für einen Augenblick Wind. Wenn ich dir sage, ich sei Gott, bist du perplex. Wenn ich dir sage, in jedem von uns schlummere Gott, nickst du. Hast du dich niemals wie Gott gefühlt? Der Wind stürmt für dich. In diesem Augenblick verbinden sich… Read more →
Glück ist Glück
Wie es im Roman weitergeht, weiß ich. Wie es im Leben weitergeht, nicht. Keine Ahnung, wie ich in zwei Minuten denke. Das ist die Freiheit des Künstlers. Sie liegt vor dir, heb sie auf. Nimm sie mit. Lass dich von ihr leiten. Sie weiß, was gut für dich ist. Sie fragt nicht, wie es weitergeht. Sie denkt nicht an gestern.… Read more →
Die Geschichten ziehen vorbei
Wie und was soll ich schreiben, wenn ich depressiv bin? Wenn ich am Ufer sitze, und die Geschichten, die an mir vorbeiziehen, nicht einmal wahrnehme? Das braune Wasser trägt Millionen von ihnen mit sich. Mir gelingt es nicht, eine einzige davon zu keschen. Selbst wenn das Wasser bis zum Grund klar wäre, selbst wenn ich die Geschichten sehen könnte, gelänge… Read more →
Der Kaisermantel
Reduziere ich meine Medikamente, bin ich Gott. Ich drifte in andere Dimensionen. Der Job als Gott ist anstrengend. Ich powere mich schon genug während des Schreibens aus. Letzte Nacht träumte ich, ich sei es tatsächlich. Ich bin aufgestanden, in den Garten gegangen und habe einen Kaisermantel beobachtet. Diesen außergewöhnlichen Schmetterling sieht man nur selten. Er ist wunderschön orangefarben und trägt… Read more →
Leckt mich am Arsch! Deutlicher kann ich es nicht sagen.
Könnt ihr mich nicht einfach in Ruhe lassen!? Ja, ich habe zum Herrenabend geladen. Ja, ich habe gute Freunde und Kumpels. Ich melde mich schon bei euch, wenn mir danach ist. Und wenn nicht, dann respektiert das bitte. Und wenn ich mit jemandem sprechen muss, dann weiß ich, bei wem ich mich melde. Hört sich egoistisch an? Mir scheißegal. Hört… Read more →
Empfang die Liebe
Mit einem Lächeln auf den Lippen aufgewacht. Ein neuer Tag liegt vor uns. Vielleicht bleibt das Lächeln. Bei dir. Bei mir. Bei uns. Auch wenn du es nicht den ganzen Tag auf den Lippen trägst – innerlich sollte es da sein. Nicht rund um die Uhr, das nicht. Wie soll das gehen? Unvorhergesehene Situationen bestimmen täglich die Zeit. Verändern die… Read more →