Mir fehlen die Worte

Das passiert mir selten: dass ich keine Lust habe zu schreiben. Warum habe ich keine Lust? Weil mein Schädel zu leer ist. Mir fehlen die Gedanken. Mir fehlen die Worte. Mir fehlen die Ideen. Es ist 22 Uhr 30 und ich sitze in meinem kleinen Schreibzimmer bei einem Eistee. Heute hätte ich den ganzen Tag Zeit gehabt. Merkwürdig ist, dass ich sonntags noch nie viel und frei schreiben konnte. Sonntags ist da eine Sperre, die ich nicht beschreiben kann. Sonntag ist der Tag der Ruhe, der Tag, um sich zu erholen und zu entspannen. Dies habe ich getan. Das Skript des Romans liegt neben mir. Leider fehlt mir die Motivation, heute Abend noch daran zu arbeiten. Dennoch bin ich optimistisch, in den nächsten Tagen und Wochen etliche Seiten einzutippen. Im Großen und Ganzen geht es mir gut. Ich fühle mich sicher, keine Anzeichen von paranoiden Gedanken. Ich bin im Hier und Jetzt. Das Fußballspiel Spanien gegen Georgien habe ich nach dem 2:1 ausgeschaltet, weil die Spanier nichts mehr anbrennen lassen werden. Und inzwischen steht es schon 3:1.

Ich schreibe heute nichts als Blabla. Meine Gedanken bleiben an der Oberfläche, lassen sich nicht in die Tiefen der Ströme reißen. Auch werden sie nicht emporgehoben. Ich gehe nicht in die Vergangenheit und spekuliere nicht auf die Zukunft. Ich könnte also nur zum Beispiel mein kleines Zimmer beschreiben. Nein, könnte ich nicht, denn auch hierzu fehlt mir die Kreativität. Neben dem Glas Eistee liegt mein Tagebuch, das ich seit heute wieder regelmäßig führen möchte. Ob ich es auf die Reihe kriege, steht garantiert nicht in den Sternen. Ich muss schon meine eigene Kraft und Zeit aufwenden. Gott interessiert sich nicht für die kurzen Sätze, die das Tagebuch beinhaltet. Gott will das Große. Gott will das Ganze. Gott will Die letzte Version vom Paradies. Was, wo oder wer ist Gott? Gott ist in uns. Gott herrscht über unseren Körper. Tut mir leid, aber heute sind meine Gedanken einfach zu öde, um auch noch über Gott zu philosophieren. Jeder sollte seinen eigenen Gott finden und kennenlernen. Er kann eine riesige Stütze sein.

Seit über drei Wochen trinke ich keinen Alkohol. Und ich muss sagen, es interessiert mich nicht. Mir fehlt nichts. Hart war der Zuckerentzug. Heute habe ich (auch nach über drei Wochen) drei Riegel Schokolade vernascht. Zwar habe ich erst 6,5 Kilo abgenommen, doch fühle ich mich schon etwas leichter. Mein Idealgewicht wären 92 Kilo. Dort werde ich in den nächsten Monaten ankommen. Ich freue mich schon darauf. Ich sehe mich schon in den Geschäften und Boutiquen nach den coolsten Klamotten schauen. Zack – da bin ich doch in der Zukunft gelandet. Nun aber schön und brav wieder ins Hier und Jetzt. Spanien führt jetzt 4.1. Es sind nur noch ein paar Minuten zu spielen. Der nächste Gegner Deutschlands ist also Spanien. Das könnte in die Hose gehen.

Guten Morgen um 12.00 Uhr mittags.

Ich fühle mich platt. Das Skript des Romans liegt seit gestern noch unberührt da. Ich werde gleich duschen und versuchen, einen Spaziergang zu machen. Der Deister liegt vor meiner Tür. Zum Glück ist es mir eine Freude, in diesen Minuten diese Sätze zu schreiben. Die Sonne kommt gerade durch. Ein angenehmer Wind weht. Es ist nicht mehr zu heiß. Auf jeden Fall wünsche ich euch einen schönen Tag. Macht das Beste draus!

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