Kategorie: Tagebuch

Freies Schreiben

In der DDR musste man aufpassen, was man schrieb. In der Türkei ist es heut nicht anders. In Russland, und auch in anderen kommunistischen Ländern, gibt es keine Meinungs- und Pressefreiheit. Man muss auf der Seite des Diktators stehen, sonst geht man in den Knast, wird gefoltert oder umgebracht. Aber auch hier in Deutschland darf man nicht schreiben, was man… Read more →

Kein Zwang

Es darf nicht zum Zwang werden, jeden Tag in diesen Blog schreiben zu wollen. Das schadet der Kreativität. Früher schrieb ich oft zwanghaft. Ich MUSSTE schreiben, sonst war der Tag hinüber. Ich hielt mich selbst kaum aus. Und wenn es vorkam (solche Zeiten gab es auch) und ich hatte eine Schreibblockade, sollte man mich besser ganz in Ruhe lassen. Über… Read more →

Donnerstagmorgen

Wie unkreativ ich mich heute morgen fühle. Ich muss um jeden Satz ringen, nichts fliegt mir zu. Abends, bei einem Glas Wein oder Whisky, ist die Inspiration einfach da, sie kommt wie aus dem Nichts. Der Morgen ist zum Arbeiten da, nicht zum Spaß haben. Na ja, schön ist es natürlich, wenn man morgens schon lachen kann. Aber wer kann… Read more →

Trinken statt Schreiben

Anstatt meine Abende mit dem Schreiben von Gedichten, Romanen oder Kurzgeschichten zu verbringen, trinke ich. Rauchen geht ja nicht. Nein, im Ernst, ich pack das mit dem Schreiben abends nicht. Meine Schreibzeit ist der Morgen. Hier im Blog ein paar Zeilen runterzuhauen bereitet mir keine Probleme, auch nicht nachts um eins. Aber um einen zusammenhängenden Roman zu schreiben, dafür muss… Read more →

Ich denke an meine Mutter

Es ist 0 Uhr 4, ich liege im Bett und schreibe diese Zeilen in mein Notizheft. Morgen übertrage ich sie in den Blog und mache sie öffentlich. Ich denke zu viel. Ich denke andauernd an meine Mutter, die im Krankenhaus liegt. Vor 3 Wochen Blinddarmdurchbruch – Not-OP. 5 Tage Krankenhaus, 10 Tage zu Hause. Wieder Krankenhaus – Not-OP – wieder… Read more →

Sonntagabend

Sie lesen heute den Eintrag von gestern. Von Sonntag. Und ehrlich, lassen wir das mit dem Siezen. Wozu soll das gut sein? Oder? Fühlt man sich nicht jünger, wenn man geduzt wird? Und persönlicher angesprochen? Ich glaube schon. Meine Frau war heute auf dem Weihnachtsmarkt im Nachbardorf und hat eine Freundin getroffen, die sagte, sie lese jeden Tag diesen Blog.… Read more →

0 Uhr

Sitze in meinem Arbeitszimmer, mitten in der Nacht, trinke guten Whisky, lass die Wörter in meinem Kopf sprechen. Sie sagen viel, manchmal zu viel, und manchmal zu wenig. Es ist gut, sie vorbeiziehen zu lassen, ohne ihnen reinzureden. Lass sie wandern, sonst wohin. Wo enden die Gedanken? Wo nahmen sie ihren Anfang? In mir? Und enden sie in mir? Ich… Read more →

Übers Schreiben

Angetrunken fallen einem ganz andere Sätze ein. Meistens bin ich viel zu nüchtern. Auch noch um halb neun am Abend. Selbst volltrunken bin ich kreativ. Na ja, glaube ich dann jedenfalls. Ob es Sinn gemacht hat, was ich zu Papier brachte, sehe ich am nächsten Abend. Manchmal auch schon morgens. Dann frage ich mich, wer das geschrieben hat. Einiges finde… Read more →

Lesung an der KGS Hemmingen

Die Lesung heute morgen um acht war sehr interessant. Für die Schüler anscheinend auch. Sie haben wirklich viele Fragen zur Krankheit und zum Konsum von Drogen gestellt. Etwa 70 Schüler waren anwesend, aus den Jahrgängen 8 und 10. Ein wenig komisch war es schon, die Aula zu betreten, durch die ich vor 31 Jahren selbst als Schüler gegangen bin. Diesmal… Read more →

Gedicht „Gelber Strohhalm“

Ich bin 30, total breit, tauche bei meiner Mutter im Großraumbüro auf. Sie sitzt kerzengerade am Schreibtisch und telefoniert. Ihr Haar ist grau geworden, noch immer ein wenig wellig, keine Spur mehr von blond. Sie sieht mich an und legt auf. „Paul, ich kriege Ärger, wenn du hier so auftauchst.“ – „Wie denn?“, frage ich. – „Na, wie denn …… Read more →