Sonntagabend

Sie lesen heute den Eintrag von gestern. Von Sonntag. Und ehrlich, lassen wir das mit dem Siezen. Wozu soll das gut sein? Oder? Fühlt man sich nicht jünger, wenn man geduzt wird? Und persönlicher angesprochen? Ich glaube schon.

Meine Frau war heute auf dem Weihnachtsmarkt im Nachbardorf und hat eine Freundin getroffen, die sagte, sie lese jeden Tag diesen Blog. Schon allein dafür lohnt es sich zu schreiben. Für dich. Und für dich. Fühl dich angesprochen. Ich schreibe für TB und alle guten Freunde. Ich schreibe für jeden, der mich lesen will. Nicht nur diesen Blog. Auch die Gedichte und Romane. Mich freut es, wenn ich gelesen werde. Welchen Schriftsteller würde es nicht freuen, Menschen zu erreichen! Manch einer sagt vielleicht, ihm sei es egal. Dann soll er sein Zeug in die Schublade legen und uns nicht länger belästigen. Der kann so lange behaupten wie er will, er schriebe nur für sich. Heißt es: „Er schriebe nur für sich“, oder „er schreibe nur für sich?“ Helge Schneider würde sagen, „er schrübe …“ Ich glaube dem Schreiber trotzdem nicht, egal, wie es heißt. Er ist ein Lügner. Ein eingebildeter Arsch. Klar, so kann man argumentieren, wenn man entweder noch nie etwas veröffentlicht hat oder schon ganz viel. „In erster Linie schreibe ich nur für mich!“ Schwachsinn. Will man Schriftsteller sein, muss man ein Publikum haben. Man braucht Anerkennung. Ich möchte so viele Menschen wie nur möglich erreichen. Vielleicht gelingt es mir, wenn ich tot bin. Ich habe aber momentan keine Lust, mich umzubringen. Vielleicht irgendwann mal. Mit Alkohol. Mit was sonst! Heroin? Es gibt ja heutzutage so viele Sorten von neumodischen Drogen. Früher wurde gekifft. Ist auch Spinnerei. Harte Drogen werden schon seit Jahrhunderten konsumiert. Früher war ja sowieso alles besser. Na klar. Man hat auch noch mehr gevögelt in jungen Jahren. Und den Hitlergruß in der Schule gelernt. Heute gibt es noch immer Menschen, die sagen „Neger“ und meinen, so ist es eben drin. Zu welcher „Früher-Zeit“ war denn alles besser? Vor den Kriegen? Nach den Kriegen? In den 60ern? Als wir, die in den 60ern geboren wurden, noch Kinder waren? So wie ich mich erinnere, war da NATÜRLICH ALLES VIEL BESSER!!! Für uns als Kinder schon. Und erst die Jugend! Tss … Glaubste doch selbst nicht. Ich glaube, man kann nicht sagen, früher war alles besser. Besser … Leichter? Vielleicht. Heute hat man dafür mehr Möglichkeiten. Ich kann zum Beispiel am Computer meine Bücher schreiben. Ich kann Menschen schneller erreichen. Ich kann meine Bücher leicht selbst veröffentlichen. Mein Wagen fährt 300. Starte und bin schon in Berlin. Die Fahrzeit reicht gerade für eine Zigarre. Zum Glück fahre ich nicht selbst, sondern sitze hinten. Der Fahrer zieht den Rauch ein. Er freut sich, sagt er. Früher waren es Joints, heute sind es Zigarren. Keine schlechten natürlich. Ich kann sogar während der Fahrt trinken. So viel ich will und was ich will.

Aber „Neger“ sage ich nicht. Und den Hitlergruß mache ich auch nicht.

Nichts für ungut. Sprecht von meinem Blog, wenn ihr wollt. Wenn euch mein Zeug gefällt, sagt es weiter. Ich schreibe mich hier jetzt erst mal ein. Dauert noch ein bisschen, dann wird es richtig Spaß machen. Mir und euch. Ich wünsche euch weiterhin viel Freude   !

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