Kategorie: Tagebuch

Alkoholiker

Freitagabend, halb zwölf. Die ersten Damen und Herren aus meinem Freundeskreis machen sich Sorgen wegen meiner Alkoholabhängigkeit. Und auch werden Fragen laut, wie ich das Trinken mit meiner Krankheit vereinbaren kann. Wenn ich eines ganz, ganz selten tue, dann ist es, mich sinnlos zu betrinken. Ich mag es nicht zu lallen, zu torkeln, mich am nächsten Tag schlecht zu fühlen… Read more →

159

Es ist Viertel vor elf, Donnerstagabend. 159 Leser. Oder jedenfalls 159 Menschen, die auf meinem Blog waren. Was für eine schöne Überraschung! Ich komme gerade aus dem Havana in Linden. Ein kleines Herri und ein Merlot. Klar, ne Zigarre, 4 Meter lang. Davor war ich in meiner Selbsthilfegruppe für Psychose-Erkrankte und Angehörige „Über den Berg“. Jetzt schenk ich mir noch… Read more →

Scheißegal

Mittwoch, 20.30 Uhr So, ist mir jetzt scheißegal. Prost! Auf das Leben! Auf euch alle! Einen Tag habe ich immerhin nichts getrunken. Und was ist passiert? Gar nichts. Einfach nichts. Leere. Die Meditationsmeister und Gurus lehren ja Leere. Ich trinke einfach mal einen Tag nicht und bin leer. Schön war es nicht. Es war mir egal. Egal war mir aber… Read more →

Ein Gläschen

Na ja. Noch ist die Flasche zu. Sie steht hinter mir. Das Weinglas auch. Schlanker, langer Stiel, elegant, sauber, man kann sich drin spiegeln. Es ist halb neun, mit dem Roman komme ich ganz gut voran. Noch habe ich nichts Neues geschrieben, noch lese ich das schon Vorhandene. Ich finde es nicht schlecht – was soll ich auch sonst sagen!… Read more →

Feierabend

Hatte ich den Titel schon mal? Könnte sein. Hab jetzt aber keine Lust nachzuschauen. Feierabend … Auch als Rentner kann man Feierabend haben. Als Autor sowieso. Feierabend … Der Abend ist zum Feiern da. Kommt drauf an, was man unter Feiern versteht. Eine Party jeden Abend wäre zu viel. Also sollte man einfach feiern, dass man Feierabend hat. Yeah! Sing… Read more →

Neujahr

Ach komm, ein Glas Wein geht! Klar. Es ist ja auch schon fast acht. Nur für die Inspiration und den kreativen Geist. Natürlich nicht, weil ich süchtig bin. Ich doch nicht. Ist auch egal. Ich kann mir ja vornehmen, jeden Abend nur ein bis zwei Gläschen zu trinken. Was für ein fantastischer Vorsatz! Jetzt erst mal einschenken. Eben habe ich… Read more →

Silvester

Das Jahr ist zu Ende. Es rannte vor mir her, ich bin kaum hinterher gekommen. Man kann die Zukunft nicht einholen, sie bleibt immer vor einem. Und das Jetzt ist im nächsten Augenblick vorbei. Doch die Zukunft bleibt da hinten. Die Vergangenheit war … Man kann die Zeit nicht zurückdrehen und keine Sekunde wiederholt sich. Jede Sekunde ist neu. Jeder… Read more →

Der Tag war gut

Mittwoch, 21 Uhr Nichts mit Depression. Nichts mit Psychose. Heute war ein guter Tag. Ein „normaler“ Tag. Kein ganz glücklicher Tag, aber auch kein unglücklicher. So in der Mitte. Das reicht mir aber nicht. Ich will kein mittelmäßiges Leben, ich will ein erstklassiges. Geht natürlich nicht immer so wie man es sich wünscht, schon klar. Ich will ja auch nicht… Read more →

Was für ein herrlicher Morgen!

Ehrlich – ich fühle mich wie neu geboren. Gestern Abend kein Atosil genommen, nur zu den üblichen Medis eine halbe Zolpidem. (Schlaftablette) Um sieben Uhr aufgestanden, mit meinem Sohn gespielt, ihm etwas vorgelesen, und dann Walken gewesen. Jetzt ist es Viertel nach elf und ich bin fit, nichts von Depression, so wie die letzten Tage. Wundervoll, wenn die Stimmung heute… Read more →

Weihnachten

Heiligabend. Es ist elf Uhr am Abend. Wir sind wieder zu viert. Meine Frau, mein Sohn, ich und die Oma. Entspannung bei einem Gläschen Whisky. Ach, wie ruhig es jetzt ist im Haus. Und hier zu sitzen, am Schreibtisch, vor dem Laptop, meinem Freund, und über die Tasten zu streicheln … Manchmal wird gehackt, manchmal zart gestreichelt – so wie… Read more →