Anstatt an meinem Roman zu arbeiten, ist mir danach, hier ein paar Zeilen zu tippen.
Die letzten Tage waren fantastisch. Natürlich trägt das hervorragende Wetter zur guten Stimmung bei. Vor allem aber schlafe ich (nach Jahren) seit einigen Wochen bis zu acht Stunden. Und letzte Nacht zum ersten Mal bis zum Wecker, der mich um sechs Uhr aus meinen Träumen gerissen hat. — Ich bin den ganzen Tag über aktiv, halte mich an meinen Tagesplan, verwirkliche, so gut es eben geht, den Wochenplan, den ich jeden Sonntag bemüht bin zu schreiben. Von mir aus kann es so weitergehen. Die Sonne. Die gute Laune. Die Klarheit. Die Struktur. — Was mich natürlich am allermeisten freut: Mit BLOCK läuft es (nach 3,5 Jahren Flaute) so gut wie noch nie. Im Jahr 2018 habe ich angefangen. Ein Schreibzimmer wurde extra angemietet. Sponsoren wurden gesucht (für das Buch gegen rechts). Hypoman habe ich jedem Hin und Kunz von meinem Projekt erzählt. Auch vom Inhalt. Nun bin ich unglaublich froh, dass sich die fiktive Geschichte wie von allein entwickelt. Denn genau dies liebe ich so sehr am Schreiben: Mich selbst überraschen zu lassen. Wer taucht auf? Oh, wieder ein neuer Mitgestalter. Plötzlich sind er oder sie oder beide oder zehn mir bis eben noch unbekannte Charaktere mitten im Geschehen. Sie modeln den Inhalt völlig um. Mit nichts habe ich gerechnet – und nun passiert etwas völlig Unvorhergesehenes. Wundervoll.
Das Leben ist einzigartig und grandios. Danke, wem auch immer ich danke, es ist eine Kraft, die ich jedem wünsche und gönne bewusst zu erleben. Mit Menschen, die auf derselben Welle schwimmen, tausche ich mich am liebsten aus. Menschen, die zuhören. Menschen, von denen ich lerne. Menschen, die nicht vernichten, sondern sensibel und konstruktiv kritisieren. Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Menschen, die ganz unten waren und sich selbst aus der Scheiße gezogen haben. Danke, dass es euch gibt. Danke, dass ihr mich lest.
Bis bald
Henning