Kategorie: Tagebuch

Langeweile

Heute habe ich mich zum ersten Mal nach langer langer Zeit gelangweilt. Langweile muss man aushalten können. Ich konnte mich zu nichts aufraffen. Ein Stück konnte ich das Nichtstun genießen. Würde ich in Hannover wohnen, wäre ich sicherlich in eine Kneipe gegangen, um ein Gespräch zu suchen. Es fällt mir nicht sehr schwer Menschen kennenzulernen, mich auszutauschen und zu amüsieren.… Read more →

Schenke ich dir

Du bist da. Du bist hier. Ich bin da. Ich bin hier. Wir. Bei dir. Bei mir. In deinen Gedanken. In meinen Gedanken. Du bist du. Ich bin ich. Du bist ich. Ich bin du. Das Leben ist nicht durchweg einfach. Es kann ziemlich kompliziert sein. Man kann es sich selbst verkomplizieren. Die Spannung macht das Leben aus. Ohne Spannung… Read more →

Ewige Liebe

Meine Fantasie wird dürrer und dürrer. Meine ganze Energie geht durch meine Hände. Ich kann damit leben. Vielleicht ist es nur eine Phase. Das ganze Leben besteht aus Phasen. Ich bin nicht traurig. Ich bin heute auch nicht melancholisch. Nicht hypomanisch. Gar nichts eher. Leer. Ich werde getragen – so kommt es mir vor. Ich werde getragen – und führe… Read more →

Der Traum

Die Nacht ist hereingebrochen. Es ist gleich elf Uhr. Ich sitze auf meiner Terrasse, rauche eine Zigarre und trinke ein Glas Wein. Oder mehrere. Ich denke nach, warte auf Worte. Zurzeit ist alles so realistisch. So klar. Fast könnte man meinen, es wäre vollkommen. Aus deiner Nase blutet es. Erzählst seit Monaten, du wollest aufhören mit dem Zeug. Bist dankbar,… Read more →

Dahingekrickelt

Meine schönsten Gedanken tragen mich durch den Tag. Heute sind sie ganz leicht gewesen. Es war, als schwebe ich. Meine Laune ist gerade ziemlich gut. Es tut gut, körperlich zu arbeiten. Du spürst dich. Wie ein Wunder – deine Hände. Sie können so unendlich viel schaffen. Anscheinend komme ich erst jetzt dahinter, wie gut das Handwerk tun kann. Früher gab… Read more →

Die Seele fühlt

Der Wein. Die Zigarette. Der leichte Wind, der mich etwas frösteln lässt – am Montagabend um Viertel vor neun auf meiner Terrasse. Ja, ich bin heute etwas melancholisch. Nicht depressiv. Also quasi ein Abend zum Genießen. Der Kirschbaum blüht weiß. Die Magnolie trägt noch immer ihre violettfarbenen Blüten stolz wie eine Königen ihre Juwelen. Weiße und rosafarbene Gänseblümchen zieren den… Read more →

Einbildung

Die fast totale Stille. Nur das ganz leise Rauschen des Laptops. In mir ist es auch gerade still. Jedenfalls höre ich keine Stimmen. Schon seit 21 Jahren nicht mehr. Ich habe sie auch nicht über Wochen oder gar Monate gehört. Ein einziges Mal vernahm ich die Stimme vom Himmel: Es werde Licht! Die Stimme war männlich, war tief, war mächtiger… Read more →

Ach, wärst du doch nur frei

Die Tastatur staubbedeckt. Sowieso, ich müsste mal wieder den weißen Staub abwischen. So wie den Staub, der auf meiner Seele liegt. Nur dass der höchstwahrscheinlich nicht weiß ist. Eher grau bis schwarz. Doch solange es nur Staub ist, geht es vielleicht noch. Vielleicht. Dass es ganz weiße Seelen gibt, zweifele ich an. Naja, ich mag mich irren. Kinder zum Beispiel,… Read more →

Der richtige Moment

Ein lauer Frühlingsabend. Ein paar Zeilen, die mich berühren. Wärst du frei, könntest du frei sein. Wärst du frei, könntest du dich anders entscheiden. Dann bist du nicht mehr frei. Du sehnst dich nach Freiheit und nach Liebe. Beides zusammen ist schwierig. Sobald du liebst, entrückt die Freiheit. Du solltest wissen, was du möchtest. Natürlich möchtest du lieben. Keiner kann… Read more →

Ja, ich fühle mich normal

Guten Morgen! Heute habe ich einen freien Tag. Die Vögel wünschen sich einen guten Morgen. Die Sonne strahlt schon um acht Uhr auf die Erde nieder. Das Wetter ist schön, dennoch bräuchten wir dringend Regen. So wie die Erde ihre Abwechslung braucht, braucht sie auch der Mensch. Sonst ist das Leben einfach zu öde. Ich freue mich sehr auf den… Read more →