Sonntagabend

Die zwei Tage Stuttgart sitzen mir doch ganz schön in den Knochen. Ich frage mich, wie das die Künstler machen (die Bands), die Schauspieler, die jeden Abend auf der Bühne stehen und noch zwischendurch jede Menge Interviews geben. Ohne Sport oder ohne Drogen ist da wohl nicht viel zu machen. Aber Drogen funktionieren nur für eine begrenzte Zeit, dann killen sie dich. Mein Zeigefinger schnellt dabei nicht in die Höhe. Er bleibt schön auf der Tastatur kleben.

Heute Abend bin ich melancholisch. Oder doch nur kaputt? Ich merke, dass ich nicht ganz so belastbar bin, wie es normal der Fall wäre, oder sein müsste. Ach, lassen wir das. Hört sich nach Selbstmitleid an? Soll es nicht. Ich versuche gerade eine Pressemappe zusammenzustellen. Z.B. für die HAZ. Wie macht man das am besten? Leider habe ich von früher einiges an Artikeln irgendwo hingepfeffert oder sie sind beim Hausbrand draufgegangen. Jedenfalls sind sie futschikato. Futschikato – was für ein schönes Wort von früher. Ich mag’s. Manchmal fallen mir Wörter von früher ein, die ich sofort aufschreiben müsste, sonst sind sie wieder für Jahre verschwunden. Ich bin sowieso immer wieder sehr über Wortschätze mancher Autoren verblüfft. Bei mir fehlt da manchmal was. Vor allem Fremdwörter. Herr Heim vom SWR meinte, wenn die Fragen komplizierter werden, verändere sich meine Stimme, sie belege sich oder werde tiefer. Leute – Unsicherheit. Was anderes kann es ja wohl kaum sein. Schreiben ist mir ja auch lieber als Reden. Was gesagt ist und aufgenommen ist, ist gesagt und aufgenommen. Wie schlau ich manchmal bin. Ich bin schon ein Phänomen. Da kannste nichts machen. Schlau ist schlau ist schlau. Nüchtern ist nüchtern ist nüchtern. So wie ich heute! Merkt man gar nicht? Das ist der Früchtetee. Ich werde mir mal vernünftigen Tee kaufen, nicht dieses totgespritzte Zeugs, das krank macht. Guter Wein, guter Tee, guter Kaffee, guter Whisky, gute Zigarren, guter Käse, gutes Fleisch, gutes Gemüse, gutes Wasser, gutes Obst, gutes Brot, gute Milch und Butter … Man kann das Leben schon genießen. Aber was ist gut? Alles, was schmeckt, auf jeden Fall nicht. Ist mir jetzt auch egal. Der aromatisierte Tee war gut. Bla bla bla. Ist das nicht schön? Was? Das nervt dich? Dann muss ich leider, leider auf dich verzichten. Schade drum. Vielleicht schaust du ja mal wieder vorbei, oder wir treffen uns im Havana in Linden. Oder in Hamburg auf eine gute Zigarre.

Eben war ich anderthalb Stunden in der Zigarrenlounge meines Vertrauens und habe einen Teil des neuen Romans gelesen. Ist schon ziemlich rund geschliffen das erste Viertel. Ich denke, noch ein paar Wochen, dann ist er komplett fertig. Ging schneller als ich gedacht habe. Natürlich darf jetzt keine Schreibblockade kommen. Denn ich will auch unbedingt das neue Ding beginnen. Jugendroman. Aktuelle Themen. Viele Ideen. Maximal 200 Seiten, so wie jetzt der Roman. Mir persönlich gefallen meistens auch die kurzen Bücher am besten. Dann kann man schnell was Neues anfangen.

Ich freue mich sehr darüber, dass ihr hier im Blog noch dabei seid. Falls ihr noch ein paar Schlagwörter habt, über die ihr mir zutraut zu schreiben, her damit. Ich bin für alles offen.

Bis bald   !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.