Macht es Sinn?

Die Frage ist, macht es Sinn. Ja, macht es – es macht Sinn. Welchen, wissen wir nicht. Du schreibst drauflos. Einfach drauflos. Betrittst die Geschichte. Schaust zu. Spielst gar mit. Du überlegst. Für manch einen Satz brauchst du mehrere Minuten. Für manch eine Seite brauchst du mehrere Minuten. Ein wahres Gedicht entsteht in mehreren Minuten. Es fließt aus deiner Hand, durch den Füller, aufs Papier. Bevor du etwas streichst oder anderweitig veränderst, lass es wirken. Schlaf eine Nacht drüber. Oder mehrere. Manchmal ist geschrieben ist geschrieben besser als ist geschrieben und korrigiert. Einen Fehler den du begangen hast, kannst du oft auch nicht korrigieren. Hast du einen Termin vergessen und erinnerst dich erst am nächsten Tag an die Verabredung, ist das Ding gelaufen. Ob es Zufall war oder nicht, wirst du nicht erfahren. Wer weiß das schon. Es ist halb elf. Um elf gehe ich ins Bett. Um 5 Uhr 50 klingelt der Wecker. Ich habe damit kein Problem, stehe gern früh auf. Gehe aber auch gerne später ins Bett. Ich freue mich aufs Bett. Ich freue mich aufs Aufstehen. Abends bin ich gespannt, was ich träume. Oft weiß ich morgens noch den letzten Traum, im Laufe des Tages entschwindet er mir. Heute jedoch nicht. Ich kann mich noch gut an Bruchstücke erinnern. Es war ein Traum an eine alte Liebe.

Träume machen Sinn. Träume geben dem Leben Sinn. Nächtliche Träume. Und noch mehr Sinn geben, meiner Meinung nach, Tagträume. Nachträume sind nicht vorhersehbar. Tagträume schon. Bewusste Tagträume. Es ist aber auch schön, leer zu sein, und nicht zu träumen. Leer sein und sich völlig überraschen lassen. Keiner kann in die Zukunft schauen.

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