Künstlerleben

Ich fühle mich frei. Ich fühle mich gut. Ich brauch keine Dope. Ich brauch keinen Alkohol. Ich brauche aber das Schreiben. Jeden Tag am besten. Und wenn es nur diese Beiträge sind. Oder ein paar Zeilen ins Tagebuch. Oder ich nehme ein Gedicht auf. Ich freue mich sehr darüber, wenn ich kreativ sein kann. Ich habe ein Lächeln auf den Lippen. Nippe am Tee. Es ist gleich elf Uhr am Morgen. Seid froh drum, wenn ihr euch zu nichts zwingen lassen müsst. Wenn ihr euch zu nichts gezwungen fühlt. Wenn ihr freudig eure Arbeit verrichten könnt. Nicht nur, weil ihr müsst, sondern vielmehr, weil ihr wollt. Es ist ein Geschenk, mit guter Laune aufzustehen. Dem Tag voller Freude entgegen zu sehen. Hier gibt es zurzeit keinen Krieg. Keiner muss hungern. Die deutsche Politik sorgt dafür, dass wir zu essen und zu trinken haben. Jedem steht eine Wohnung oder zumindest ein Zimmer zu. Geh einmal um den Maschsee. Geh durch die Masch mit ihren vielen Teichen und kleinen Seen. Leg dir ein Lächeln über den Mund. Grüß einfach mal einen anderen Spaziergänger. Sei freundlich, dann ist man auch freundlich zu dir. Schaust du grimmig, wird dich keiner anlächeln. Streck beim Gehen die Faust zum Himmel. Verfolg mit deinem Blick einen Raubvogel. Schau dir die Wolken an. Oder den blauen Himmel, so wie heute. Die Weide strahlt gelb und grün, die Blätter der Sträucher glänzen. Milliarden von Farben begegnen dir in deinem Leben. Versuch dich selbst ein wenig zu lieben. Kannst du dich selbst annehmen, so kannst du auch andere Menschen annehmen. Leg eine Platte auf – und tanz. Sing mit. Schmetter mit. Singen befreit. Such dir einen ungestörten Ort, einen Platz, an dem du dich sicher und frei fühlst. Sprich mit jemandem. Freundschaften sind sowas von wichtig. Freunde, auf die man sich verlassen kann. Freunde, die dich nicht runterziehen. Freunde, die auch mal anrufen, wenn es ihnen richtig gut geht. Leute, die dich nur anrufen, wenn es ihnen schlecht geht, solltest du lieber vergessen. Der Ausgleich ist wichtig. Wenn du gute Laune hast, verabrede dich – am besten auf der Stelle. Schieb es nicht zu lange auf. Was für ein herrlicher Novembertag! Fast noch Cabriowetter. Ich weiß nicht, ob ich dieses Gedicht schon einmal geschrieben habe:

Künstlerleben

Die Kunst erlaubt mir jede erdenkliche Freiheit, das Leben des Künstlers ist famos, ich kann schreiben, malen und singen, mein Alltag gestaltet sich lückenlos. Ich kann lügen, bis sich die Balken biegen, mein Handeln verbindet sich mit übersinnlichen Künsten, durch meinen inneren Zauber kann ich Planeten verschieben, und mein Aussehen interessiert keinen im Geringsten. Wenn ich will, schreibe ich erotische Gedichte und verwöhne mich selbst mit einem Orgasmus, wenn mir danach ist, stemme ich geistige Gegengewichte und bestelle mir einen von Gott erdachten Seelengruß. Das Leben des Künstlers ist ein ewiges Geschenk, ich halte es wie meine Bibel in Ehren, mein Geist fleht, wenn ich ihn einen Tag nicht mit den heiligen Künsten tränk, und meine Hände zittern, sollte ich sie nicht täglich mit glücklichen oder unglücklichen Versen bescheren. Ich habe das Leben des Künstlers nicht erwählt, Gott ist der Schöpfer meiner Sinne und Gaben, jede meiner Künste ist durch himmlische Mächte beseelt, und jeder, der einmal einen wahren Segen erhält, sollte den Schritt in die Kunstwelt wagen. Der Weg des Künstlers ist oftmals schwierig, ungezählte Tränen erfrieren zu Steinen, bleibe bescheiden und werde nicht gierig, sonst wird es niemals erlöschen, dein sehnvolles Weinen. Lebe die Kunst, die in deinem Geiste haust, finde die kreative Liebe deines Lebens heraus. Spiele gewissenlos mit Worten und Farben, sei obszön in Zeichnung und Schrift, und wenn dir danach ist, fotografiere auf der Straße den toten Raben, nicht du, du Künstler, sondern der Mörder produziert das Gift. Lebe die Nächte und liebe die Tage, von vielen Menschen kannst du künstlerisch lernen, stehe zu deiner Kunst Antwort und Frage, und verbinde deinen Geist mit den feurigen Sternen. Ich bin den Weg des Künstlers gegangen, und werde ihn mein Lebtag fortführen, niemals lasse ich mich von jämmerlichen Befehlen mit Geiste fangen, denn dann würde ich sie mir selbst versperren, die geöffneten kunstvollen Türen. Als kleiner Künstler kann man Großes erschaffen, Kunst ist der Schlüssel zum inneren Glück, es ist zu herrlich, wenn nicht Verstehende verständig nicken und gaffen, mit einem niemals begreifenden Blick.

Ich möchte heute vor allem heute meine Leser in den USA grüßen. Es werden dort immer mehr. Ich freue mich sehr darüber, dass ihr mich lest. Ebenso gehen natürlich Grüße in die Schweiz und in die Türkei.

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