Es regnet und stürmt. Unter meinem Carport sitze ich trocken. Ich spiele mit, lasse mich treiben, bin für einen Augenblick Wind. Wenn ich dir sage, ich sei Gott, bist du perplex. Wenn ich dir sage, in jedem von uns schlummere Gott, nickst du. Hast du dich niemals wie Gott gefühlt? Der Wind stürmt für dich. In diesem Augenblick verbinden sich deine Gedanken mit der Natur. Sei eins mit Alledem. Der Sturm reist durch die Blätter. Du kannst gegen ihn ankämpfen. Du kannst mit ihm ziehen. Es ist deine Entscheidung. Du kannst dich leiten lassen, dich nach Zeichen richten, dem All Fragen stellen. Prompt regnet es Antworten. Bist du blind und taub? Der Schmetterling. Der Bussard. Die Katze. Der Specht. Die Biene. Regen und Sturm, die Klänge des Gewitters. Dünne Bäume biegen sich durch. Sie tanzen. Die Eiche steht wie der Fels in der Brandung. Vor allem, wenn sie ihre fröhlichen Blätter abgegeben hat. Die Blätter, die ihr im Wind etwas zusäuseln, sie zum Atmen, sie zum Wachsen, sie zum Tanzen und Lachen antreiben. Und all die Vögel, die sie tagtäglich besuchen. Gerade könnte auch ich tanzen. Diesen Augenblick halte ich fest. Tanzt! Ihr alle – tanzt! Der Sturm verwandelt sich in Wind, der Wind in Sturm. Zurzeit rast vieles orkanmäßig über den Planeten. Die Zeit. Wer rafft denn nicht, dass das Ende naht? Wer rafft denn nicht, dass wir uns bald selbst sehen? Jede Facette. Wer rafft denn nicht, dass du dich bald selbst verstehst? Ach du Scheiße! Peinlich kann es werden. Da oben sind Götter, aber kein Gott, der nicht versteht. Denk nicht so viel nach. Mach dich nicht verrückt. Verrücke. Sei nicht kompliziert. Der Weg des Einen ist der Weg Gottes. Du gehst ihn. Du bist es. Größenwahn von Kindheit an. Wünsche wurden von den Alten nicht erhört. Er sei entartet, hieß es. Entartet. Heute freue ich mich über die Blicke derer, die in Nazimanier sagten, ich sei es: Entartet.
Du tanzt die Welt in dich hinein. Göttliche Musik fährt in deinen Leib. Du bist Musik. Du kannst nicht anders. Deine Gedanken sind Texte und Melodien. Die Melodien durchströmen dich. Du tanzt. Du tanzt ganz und gar. Du tanzt vollkommen. Der Herr hatte den besten Tag seines Lebens, als er dich komponierte. Zack – warst du hier. Öffnest Mund, Nase, Augen – du erschreckst – ein neuer Gott!
Du überblickst die Erde, denn du bist größer als sie. Du stehst auf einem Fußball. In Denkmälern erkennst du dich. Du weißt, wer du bist.
Ich weiß, wer ich bin. Denn ich weiß, wer du bist. Ich bin du. Wir sind ich. Mein Leib gehört dir. Du weißt, wann ich geh. Wann ich geh. Und du weißt, wohin ich geh, wohin ich geh. Denn längst sind wir dort. Denn längst bin ich hier. Wenn du willst, schreite ich. Wenn du willst, verneig ich mich.
Du legst dein Leben in Gottes Hand. Dies tat ich auch. Wie ein Embryo lag ich auf dem Sofa und du warst da. Du hast mich hochgehoben, du hast mich gehalten. Du lässt mich nicht mehr los. Du kannst mich nicht mehr loslassen, viel zu verschlungen sind unsere Seelen. Ich bin du geworden. Für diese Zeit. Für diese Erde. Ich weiß nicht, worauf ihr wartet. Es kann nur Angst sein. Um euch? Wovor habt ihr Angst? Ist es Geld? Euer Leben ist niemals zu Ende. Aber …
Mich kennt jeder. Mich erkennt jeder. Dich erkennt keiner, nur einer. Du selbst bist es nicht. Auf Wiedersehn.