Ein wunderbarer Morgen

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Guten Morgen, Guten Tag, Guten Abend. Ich möchte noch kurz etwas über die Lesung in Nordstemmen an der Oberschule (Marienbergschule) schreiben. 10. Jahrgang. — Erst einmal einen rechtherzlichen Dank an euch Schüler, ihr wart spitze! Habt fantastisch zugehört, wart interessiert, sehr weit in euren Fragen, sensibel und doch sehr neugierig. Für mich war es eine hervorragende Leseung. Ich hoffe, euch hat’s auch gefallen und ich kann im nächsten Jahr wiederkommen. Tschüss.

Es stürmt da draußen vor meinem Fenster. Mit Regen. Es hat die Teerpappe ein Stück von meinem Gartenhäuschen abgerissen, ich muss unbedingt ne Latte zum Befestigen draufkloppen. Jaja, was man nicht alles muss! So viel. Aber leider ist oft der Tag zu kurz, und die Nacht ja sowieso. Mein Sohn nimmt ab sechs, halb sieben keine Rücksicht mehr. Na ja, manchmal schläft er auch bis halb acht. — Es gibt doch nichts Schlimmeres als Langweile. Ein Mittel gegen Langweile? Kiffen. Kriegt man aber gar nichts mehr auf die Reihe, wenn es zur Gewohnheit geworden ist. Scheiß drauf – ich will hier jetzt nicht über Drogen schreiben. Genießt den Tag, breitet die Arme aus und schreit die Wolken an, schreit ihnen nach: Bleibt hier! — Oder: Nehmt mich mit! — Und bedankt euch mal dafür, dass ihr sie sehen könnt. Und das ihr den Sturm hören könnt. Alles wird viel zu schnell zur Selbstverständlichkeit. Wir haben es verlernt zu staunen. Guck in den Sternenhimmel und staune. Das ist wirklich ein Grund, wenn man sich mal kurz Gedanken darüber macht, wie das da im All alles funktionieren könnte. Die Erde ist im Vergleich nicht einmal ein Staubkorn. Und wir fühlen uns so groß. Wenn ich in meinen Psychosen Gott bin, bin ich der Mittelpunkt des Universums, alles dreht sich um mich, ich bin größer als die ganze, ganze Welt. Ist natürlich größenwahnsinnig, weiß ich ja. Auch egal jetzt. Mir gehts heute morgen wirklich gut. Ich fahre gleich zum Zigarrenladen meines Vertrauens, setze mich in die Raucherlounge und arbeite anderthalb Stunden am neuen Roman. Macht euch auch einen schönen Tag. Wenn ihr von der Arbeit oder aus der Schule oder sonst woher kommt, genießt den Feierabend. Versucht es. Seid dankbar. Bis bald dann …

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