Steine auf jedem Weg

Nicht immer ist es ganz einfach, einen Weg zu finden, der längere Zeit nur geradeaus und eben verläuft. Kreuzungen, rechts, links, Schlangenlinien, Berge, Täler, Steine … Nicht alle Steine kann man aus dem Weg räumen, man muss sich vorbeischlängeln, rüberklettern oder sie weiträumig umgehen. Die Kleineren kann man natürlich wegtreten oder  sie zur Seite rollen. Und dennoch verliert man durch sie Zeit. Oder sie lenken ab. Es gibt so große Steine, an denen man nur sehr schwer vorbeikommt, an einigen kommt man gar nicht vorbei. Dann endet alles in einer Sackgasse. Aber ehrlich mal – kann das Leben in einer Sackgasse enden? Der Tod ist keine Sackgasse, der Tod ist Auflösung, ist Alles, ist die ganze, ganze Welt. Mit der Geburt gehts auf den Tod zu. Manch einer hat Glück und lebt lange, bleibt gesund, manch einer stirbt qualvoll und früh. Kann man den Tod beeinflussen? Ich denke, man kann beeinflussen, natürlich nicht immer, wie man stirbt. Raucht man? Trinkt man? Frisst man? Der Lebenswandel ist von Bedeutung. Man kann etwas für sich tun. Ich vesuche es – seit gestern! Bis zum 1. Mai schreibe ich an keinem Buch. Bis zum 1. Mai geht meine Diät. Verlängern kann ich immer noch. Als ich mich vorgestern auf die Waage stellte, zeigte sie 111,5 kg an. Das Ziel muss natürlich erst einmal auf unter hundert Kilo hinzielen. Aber nicht in sieben Wochen, das wäre wohl eine Spur zu schnell. Denn auf Rotwein verzichten, ich meine so ganz, möchte ich ja auch nicht unbedingt. Darauf schenke ich mir doch gleich mal ein Gläschen ein. Prost! Der Yogitee zum Abend steht aber auch gleich hinter mir bereit. Er beruhigt wirklich. Trinke ich ihn, schlafe ich meistens gut ein. Bekommt man im Bioladen oder bei Edeka. Probiert ruhig mal. Ein schöner schwarzer Tee würde mir natürlich besser munden, aber einen Assam oder einen Darjeeling kann ich mir nur am frühen Nachmittag gönnen. Oder ganz früh morgens. — Meine Frau hat begonnen, den neuen Roman zu lesen. „Fängt gut an“, hat sie gesagt. Ich habe versucht, gleich voll loszulegen. Nicht wie bei „weg“ erst mal mit Beschreibungen zu beginnen. Ich glaube, es ist wirklich ein gutes Mittel, mit Tempo anzufangen. Von der ersten Seite muss der Leser gefesselt sein. Das Tempo muss beibehalten werden. Bei „weg“ ist mir das vielleicht nicht ganz so gelungen. Und bei „Im Wahn der Zeichen“ noch weniger. Der Leser … Wie meine Gedanken springen, sehr schön. Wo mich so ein Text wie dieser hier auch immer hinführt, ich weiß es am Anfang nicht. Die Geschichten, die ich schreibe, verselbständigen sich auch andauernd. Das macht ja gerade das Schreiben so spannend und aufregend, finde ich. Es ist wie das Leben. Es kommt immer anders als man denkt. So, ich möchte den Text nicht zu lang werden lassen. Aber denkt an die Steine. Einen ganz glatten Weg gibt es kaum. Hindernisse sind da, um sie zu überwinden. Probleme sind da, um sie zu bewältigen. Mit deinem Glauben. Mit Kraft. Mit Geschick und Taktik. Mit Schnelligkeit … Wie auch immer. Oft kann man einen Stein schon aus weiter Ferne ausmachen … Also, bleib beweglich   !

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