Lächele selbst

Guten Morgen

Die Stille ist angenehm, nur das Summen und das Zwitschern und ganz schwache Stimmen von weiter hinten. Manchmal brauchst du Ruhe und Stille, vor allem im Kopf, manchmal ist es gut, Geräusche, vor allem Stimmen, zu hören. Und Menschen zu sehen, zu treffen, mit ihnen zu reden. Wenn du einsam bist, wirst du krank. Oder du bist es schon. Pflege die Kontakte, die dir wichtig sind. Ruf mal wieder an. Warte nicht immer, bis sich der andere meldet, nur weil du dich das letzte Mal gemeldet hast. Ist der Kontakt nur noch einseitig, läuft natürlich was schief. Dann kannst du mal vorsichtig nachfragen, ohne gleich vorwurfsvoll oder enttäuscht zu klingen, bau lieber keinen Druck auf. Manche Freunde schlagen irgendwann einen anderen Weg ein, den du nicht gehen möchtest, nicht gehen kannst. Sie verlassen den Weg, auf dem du gehst. Geh weiter, versuch, nicht zurück zu gehen, es bringt meistens nichts, außer, dass das Gehen deinen Atem schwächt. Alte Gefühle erwachen, vielleicht Sehnsucht, Liebe, aber auch Wut und Hass. Und Glück für ein paar Schritte. Schwelge ein paar Minuten in der Vergangenheit, erinnere dich mit einem guten Freund an alte Zeiten, lach drüber – aber versink nicht im Gestern, das ist vorbei, ein neuer Tag hat begonnen. Geh weiter. Setz dir Ziele, kleine oder große, das kannst du selbst für dich entscheiden. Oft scheitert man ja gerade an den kleinen Zielen, oder schiebt sie zumindest auf. Wenn du sie aufgegeben hast, höre in dich hinein – neue Ideen hast du sicherlich immer ein paar. Spinn eine Idee ruhig weiter, träum von ihr, ein neues Ziel wird sich entwickeln, schmeiß deine Tagträume nicht über Bord. Glaub an dich, glaub daran, dass du deine Idee wirklich verwirklichen kannst, wenn sie nicht ganz unrealistisch ist. Aber auch Ideen und Visionen, die anfangs ganz irrwitzig erscheinen, werden sehr häufig in die Realität geholt und umgesetzt. Das Spinnennetz wird dichter und dichter, immer stabiler, bis es gut funktioniert, seinen Zweck erfüllt und manchmal die fetteste Beute als Belohnung erbringt. Ist das Spinnennetzt irgendwann zerstört, wird ein neues gesponnen. Insekten und Tiere geben erst dann auf, wenn sie verletzt sind, ein Kampf total aussichtslos erscheint, wenn es gar keinen Sinn mehr macht, weiterzukämpfen. Ein Vogel setzt sich zum kleinen Ziel, ein paar Körner, ein paar Insekten, einen Wurm zu finden, damit er den Tag überlebt. Er sucht Gestrüpp und Gras für sein Nest, durch diese täglichen kleinen erreichten Ziele kommt er dem großen Ziel, dem Zuhause, immer ein Stückchen näher. Und dann wird gebrütet, die Küken werden gefüttert – bis sie flügge werden. Was für ein schönes ganz ganz großes Ziel! Seinem Kind eines Tages ein freies Leben schenken zu können. Es selbständig werden lassen. Versuch, jeden Tag einem Menschen ein Lächeln auf die Lippen zu legen. Lächele selbst. Zwing dich aber nicht dazu. Du musst die Lippen nicht um den Kopf kreisen lassen. Nur ein ehrliches Lächeln verschenkt und gewinnt. Wenn ein Handwerker in deine Wohnung kommt, stell ihm eine oder zwei Flaschen Wasser und ein Glas hin. Biet ihm einen Kaffee an, gib ihm das Gefühl, dass du es toll findest, dass er bei dir arbeitet. Um so ordentlicher ist am Ende das Ergebnis, um so mehr Freude bereitet es ihm, dir etwas Gutes zu tun.

Mach dir einen schönen Tag, hör mal nach außen, hör mal nach innen

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