Ich werde kein Millionär …

nein, ich werde Milliardär – Multimilliardär! Das ist es – da hab ich Bock drauf. Voll. Kapital ohne Ende. Das ist eines meiner Ziele. Einer der ganz, ganz wenigen Schriftsteller, der Milliarden umsetzt. Und wem das nicht passt – Tschüss – Adios – Leb wohl! Meine Sache. Meine Bilder. Mich puscht das. Baut mich auf. Macht mich euphorisch. Gibt mir Kraft. Energie. Power. Warum soll ich mich gehenlassen? Mich klein machen? Wir hier, denen es gut geht, die gesund sind, die nicht am Boden krauchen, die genug zu Essen und zu Trinken haben, die können schaffen, was sie sich vorstellen. Zumindest, zumindest können sie sich auf den Wg machen. Was ist dabei? Lasst euch nicht runterziehen. Lasst euch aufbauen. Geht meinetwegen zu einem Mental-Coach! Legt euch auf die Couch und träumt die Bilder, die euch erfüllen. Jeder hat das Zeug dazu. Ich rede nicht von Menschen, die traumatisiert sind, die von Kindheit an von Waffen und Kriegen beeinflusst sind, die flüchten mussten usw. Ich meine dich! Und dich! Die Trauben hängen hoch, dann nimm dir eine Leiter, stell dich auf Stelzen, stellt dir vor, du bist der Beste auf deinem Gebiet. Du bist Profi. Perfekt. Das was du machst, machst du gut, besser, immer besser. Und nimm deine guten Freunde mit. Schenk ihnen von deinen Träumen ein Stück. Zieh sie nicht noch weiter runter. Habe ich oft getan. Fehler. Jeder Mensch macht Fehler. Jeder Mensch sollte verzeihen können. Nicht nachtragend sein. Dafür ist das Leben zu kurz. Zu kostbar. Zu wertvoll. Triff dich mit Menschen, die dir guttun, mit denen du vielleicht sogar die gleichen Ziele verfolgst. Wo zwei oder drei in Gottes Namen versammelt, ist Gott ganz nahe dabei, die Tür nicht ganz verrammelt. Ein sehr altes Gedicht von mir. Ich glaube seit dreißig Jahren daran, dass ich der berühmteste Dichter der Welt werde. Na und! Lasst mich doch. Schade ich da wen mit? Und wer es nicht hören mag – scheiß drauf! Ich schreibe das hier locker runter, wer es nicht lesen mag, wer es nicht ertragen kann – bitte – dann schlagt meinen Blog nicht mehr auf. Nichts einfacher als das. Lasst euch nicht ärgern. Schon gar nicht von einem größenwahnsinnigen Maniker. Bin ich gern, wirklich, sehr gern. Ich brauche meine Hochs, wie ihr wisst. Immer höher, immer weiter, und ganz sachte wieder landen. Jeden Tag aufs Neue. Auf dem Teppich bleiben, nicht runterspringen, sich nicht dem freien Fall hingeben. Meine Chefin meinte, wir können die Welt nicht mehr verändern. Doch, sagte ich, können wir. Dazu sind wir zu alt, sagte sie, Sie auch, Her Taube. Nee, bin ich nicht. Mein Ziel ist es, den Weltfrieden zu bringen, ein großes Stück davon jedenfalls. Wenn nicht wir, wer dann!? Wer soll es bitteschön tun, wenn nicht wir Menschen? Da kommt kein Jesus aus dem Himmel genschneit und sagt, hey, Leute, keine Panik, das kriegen wir schon wieder hin. Nee. Die Erde liegt in unserer Hand. Die ganze Welt. Ach, macht mir das Spaß hier. Wie es mich erfreut. Wie es mich glücklich macht. Sekundenglück, das neue Lied von Herbert. Oder Wir ziehen in den Frieden, von Udo. Man, glaubt endlich an das große Ding! Scheiß auf die ganzen Armleuchter, die den Teufel anbeten, oder auf die, die gar nichts anbeten. Klar – wer ist der Teufel? Ist auch scheißegal. Bring dich gut drauf. Qualm ne Cigar, trink n Whisky, werd nicht aggressiv. Erfreu dich des Leben, DEINES Lebens! Es ist deins. Es gehört dir allein. Keinem anderen. — So was zu schreiben, schlaucht auch etwas, gibt nicht nur Kraft. Energieaufwendig. Leute aufbauen, klar, baut dich selbst auf, laugt aber auch aus. Trotzdem, du hast etwas Gutes getan. Wenn du einen Freund mitreißen kannst, wenn dir das gelingt, du in ihm die schönsten Bilder erweckst, ist ihm geholfen. Er dankt es dir. Sollte er jedenfalls. Du kannst natürlich keine Dankbarkeit erwarten, viele Menschen kriegen ein Danke nicht über die Lippen. Etliche können sich nicht reflektieren. Sie raffen es nicht. Kommen aus ihrer Mühle nicht raus. Hamsterrad, immer in Betrieb. Bis der Hamster tot umfällt. Bis er erschöpft auf die Erde knallt. Hätte ich die Kohle, würde ich mich von einem Coach noch mehr puschen lassen. Ziele erarbeiten. Kleine Ziele, große Ziele. Aber das geht auch mit guten Freunden. Sie müssen dir nicht sagen, wie gut du bist. Sie müssen dich kritisieren, damit man aufwacht. Damit man nicht stehen bleibt. Sich auf den Weg begibt, sich zumindest auf den Weg begibt. Wie viele Absagen habe ich von Verlagen erhalten? Hundert? Kann sein. Fickt euch! Dann mach ich das eben allein. Allein, mit Freunden. Mit denen, die auf Sendung sind, die auf derselben Welle schwimmen, die selbst Ziele haben. Mach dich nicht kleiner als du bist. Mach dich groß. Mach dich riesig! Träum dich in deinen schönsten Traum. Hol dir Hilfe. ne gute Psychologin, n guter Therapeut. Der auch mal was von sich erzählt. Der Zufriedenheit austrahlt, der dazu berufen ist, dich aufzubauen. Es bringt nichts, wenn nur du in deiner Psychoanalyse dreimal die Woche alles runterratterst und am Ende nicht weißt, was es dir gebracht hat. Bau dich gemeinsam auf. Gemeinsame Kraft. Ich könnte mich tausendmal wiederholen. Mach ich schon? Auch egal. Im Oktober nächsten Jahres sind sechs Bücher von mir auf dem Markt. Klar, kleine Auflagen. Und dann schreibe ich das nächste Ding, angefangen habe ich ja schon lange damit. Die ersten 70 Seiten sind im Rechner. Aber erst mal will ich das alte Zeug weghaben. Und dann die ganze Kraft für das neue Projekt aufwenden. Und Leute, irgendwann schreibe ich dann so n verschissenes esoterisches Büchlein, das durch die ganze Welt schlittern wird. Auch dafür gibt es schon die Vorlage. Drehbücher – liegen hier drei Stück rum – müssen nur überarbeitet werden. Wenn ich den Kram von vor ein paar Jahren lese, will ich im Erdboden versinken. Und wie überzeugt ich von der ganzen Schlechtigkeit war! Nicht zu fassen! Objektivität zu beherrschen, ist ein Kunststück für einen Künstler. Schöner Satz. — So, jetzt mach ich Schluss – der Haushalt wartet. Staubsaugen, Wäsche, Aufräumen, alles Mögliche. Pooah – echt jetzt, hat geschlaucht der Text   ! Merkt ihr gar nicht   !

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