Ich bin klar

Ich bin klar. Ich bin klar mit mir und der Umwelt. Mit der Umwelt direkt um mich herum. Mit meiner Familie, unserm Haus, der Gegend, in der ich wohne. Nicht mit der Umwelt, die ich heut im Deister gesehen habe. Der Borkenkäfer hat massenweise Bäume getötet, riesige Flächen wurden abgerodet. Viele viele Buchen sind von Pilzen befallen. Wird es in diesem Jahr einen richtigen Winter geben? Mit Eis und Schnee? Ich glaube es nicht. Etliche Vogelarten sind vom Aussterben bedroht, es gibt immer weniger Schmetterlinge und andere wichtige Insekten, wie Bienen, Hummeln, Libellen, Ameisen … Auf unsere Kinder kommt einiges zu, was wir verbockt haben. Weil es uns nicht bewusst gewesen ist, und weil wir es zum großen Teil heut immer noch nicht besser machen. Wir verpesten weiterhin im großen Stil die Umwelt. Wird es noch einmal ein Leben ohne Corona geben? Ohne Mundschutz? Keiner kann es voraussehen. Wie wird es mit der Wirtschaft weitergehen? So viele Firmen, Betriebe, Kneipen, Künstler gehen in den finanziellen Ruin. Und somit auch in die seelische Krise. Plötzlich steht alles auf der Kippe. Die Miete, die Kredite, das Schulgeld – alles. Manch ein Künstler sagt, bevor er zum Arbeitsamt geht, wählt er einen anderen Weg. Was meint er damit? Will er in den Suizid gehen? Oder einen Job annehmen, der ihn am Ende krank macht? Es ist schwer für die Zukunft zu planen, keiner weiß, was kommt. Deswegen nutze den Tag. Jeden Tag. Macht das Beste draus. Tu dir was Gutes. Nimm dir Zeit für dich. Lies ein Buch und genieß es, wenn du kannst. Schau eine Serie, die dich interessiert. Hauptsache, es geht dir gut. Etwas für seinen Körper zu tun, hilft der Seele sehr. Der Ausgleich muss geschaffen werden. In Allem. Für mich persönlich ist erst einmal Klarheit angesagt. Scheiß auf Whisky, Rum und Wein. Heut denk ich so zumindest. Nachdem ich 10.000 Schritte durch den Deister spaziert bin. Was für ein Erfolg. Ab nächsten Montag ist wieder eine strenge Diät angesagt, ich wiege fast 120 Kilo, das heißt, ich habe 29 Kilo zugenommen, fühle mich richtig ungelenkig und schwer. Aber ich fühle mich klar. Wenigstens das. Und nicht depressiv oder melancholisch. Man sollte sich nicht den Verstand wegsaufen. Ich habe zumindest das Gefühl, dass mich die neuen Medikamente nicht zudröhnen und matschig machen. Ich kann mich konzentrieren, längere Zeit bei einer Sache bleiben, nicht unbedingt irgendwo sehr tief eintauchen, was schade ist, wenn man ein Buch schreiben möchte. Aber vielleicht hilft mir ja gerade das an der Oberfläche bleiben. Ich kann es noch nicht sagen. Stichweise eintauchen. Klarheit – ich komm immer wieder auf die Klarheit zurück, die mir so wichtig ist. Für die meisten Menschen ist sie wahrscheinlich ganz normal. Sie brauchen da gar nicht drüber nachzudenken. Aber wenn du so viele Medis nimmst wie ich, ist sie ein andauerndes Thema. Morgen komme ich hoffentlich dazu, mich an BLOCK zu setzen. Ich weiß nicht, ob ich schon erwähnt habe, dass ich noch einmal von ganz vorn begonnen habe. Gerade eine Seite ist geschafft. Über siebzig waren es schon. Ganz neuer Stil. Ganz neue Idee. Ich lege mich auch nicht mehr auf 200 bis 250 Seiten fest, es werden so viele, wie es werden. Mehr oder weniger – keine Ahnung. Auf jeden Fall schreibe ich weiter in der Ich-Form. Gehe mehr ins Detail. Derzeit ist es mir nicht möglich ein Buch zu lesen, ich habe es immer wieder versucht. Ich kann mich nicht drauf einlassen. Schade, denn ich habe immer sehr gern gelesen. — Ich glaube, ich habe mich in diesem Beitrag ziemlich klar ausgedrückt – so soll es für eine lange Zeit bleiben. Ich wünsche euch einen schönen und klaren Wochenstart, alles Liebe,

Henning

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