Die Lawine

Ich möchte dir sagen, wie sehr ich dich liebe. Auch wenn du es weißt – Welt. Ich möchte dir sagen, wie sehr ich dich liebe.

Ich sage dir, dass ich dich liebe. Du hast mich bis hierher getragen. Ein paar Schritte bin ich selbst gegangen. Manchmal fühlte ich mich leicht wie eine Feder. Oder schwer wie ein Fels. Ich liege in deiner Hand – komplett. Du lässt mich kleine Ausflüge machen, wann immer ich will. Du denkst, ich ahne. Du fühlst, ich fühle. Ich bin wie mein Vater. Mein Sohn ist wie ich war. Mein Sohn ist der, der ich gern gewesen wäre. Voller Liebe.

So wie ich zu Gott schaue, schaut Gott zu mir. So wie ich an Gott glaube, glaubt Gott an mich. Ich vertraue ihm. Er vertraut mir. Er weiß, wann ich und wie ich sterbe. Vor der Lawine steckt ein Keil. Du brauchst ihn nur herauszuziehen.

Er steckt in meinem Herzen. Hört es auf zu schlagen, rollt sie an. Leben und Leben lassen. Nebeneinander. Nebenher. Du weißt mehr als ich denke. Ich ahne das, was du weißt. Und es kommt anders. Und es kommt.

Die Lawine rollt rasend über die Erde. Wunder geschehen bei Tag. Wundergeschehen bei Nacht.

Ja, wenn ich abschweife, dann in meine Welt. Wenn ich abschweife, bin ich ich. Wenn du mir gegenüber sitzt, bin ich ein Stück du, und nicht ganz und gar.

Schreibe ich ein Gedicht, so wie dieses, muss es sitzen. Für jeden zu verstehen. Nicht kompliziert. Die Einfachheit ist es, die dich ins Paradies führt.

Wird man dich töten, löst sich der Keil. Wird man dich töten, hören die Menschen auf, Götter zu sein. Denn Gold schürt den Krieg. Guten Morgen, Herr Präsident.

Eine Armee schützt nicht die Erde. Eine Armee führt Krieg. Was für einen Krieg peilt ihr an? Den goldenen. Den kalten. Es wird kalt bleiben, wenn ihr kämpft. Es bleibt immerfort eisig. Wir sind nicht viele Menschen. Wir sind liebe Menschen. Der Kreis ist klein.

Wenn diese Erde stirbt – durch Krieg -, gibt es kein Erbarmen.

Ich kann schreiben, was ich möchte. Kann ich das? Warum sitze ich nicht an meinem Roman? Stattdessen setz ich mich mit der ganzen Welt auseinander.

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