Das Leben ist zum Genießen da …

… wenn man denn kann. Wenn man das große Glück hat, in einen Genuss zu kommen. Für Millionen von Menschen ist das Leben ein Kampf. Es geht jeden Tag darum, nicht zu verhungern oder zu verdursten. Im Winter nicht zu erfrieren. Guckt euch die FlüchtlingsLAGER an! Da können wir hier mit fetter Zigarre und Wein ein auf dicke Hose machen. Aber das ist nicht alles. Am Ende wird abgerechnet. Mit wem? Das wird sich zeigen. Wir werden uns hoffentlich eines Tages rechtfertigen müssen. Und ich hoffe, dann werden wir gefragt, was wir Gutes für Menschheit und Erde und Weltraum getan haben. Ich weiß darauf ehrlich gesagt keine Antwort. Ich weiß aber, wie viel Scheiße ich gebaut habe. Da mache ich mir öfter Gedanken drüber. Und wie wichtig ich mich nehme. Was ich begehre. Wie gut ich materiell dastehe. Wie viel ich essen und trinken kann. Ich könnte mich glatt überfressen und tot saufen, so viel haben wir im Haus. Und nebenan wohnen vier Flüchtlinge in einem Raum und verstehen kein Wort Deutsch. 48.000 Achtundvierzigtausend Kinder und jugendliche Flüchtlinge OHNE ELTERN sind derzeit in Deutschland. Manche sind gerademal so alt wie mein vierjähriger Sohn, manche jünger. Aber egal, ob zwei oder drei oder zehn … Ich sehe, wie nötig mein Sohn unsere Nähe und Liebe braucht. Die Sicherheit. Das Zuhause. Die Schule. Freunde, Verwandte. Und dann gibt es diese ganze braune Wichse in Europa, Menschen, die selbst Familien haben, die trotzdem so gefühllos sind wie ein Stück Blech. Es gibt Idioten, die sich nach einem rechten Führer sehnen. Wie krank ist das denn! Jaja, ich weiß, es sollte ein Artikel zum Thema Genuss im Leben werden. Ja, ich sitze hier an meinem weißen Schreibtisch, neben mir das Glas Wein, gemütliches Licht, mit dem Luxus, Ruhe zu haben, allein zu sein. Das können die Menschen nicht, die zu viert in einem Raum leben, oder zu Tausend in einer Halle mit Sperrholzplatten dazwischen. Ausgrenzung. Es gibt doch kaum was Gemeineres. Lager. Ein Freund von mir meinte, im Osten gibt es doch genug unbewohnte Dörfer, tote Dörfer … Mehr brauche ich da wohl nicht zu sagen. Ich kann diese ganze Nazischeiße nicht ab. Ich kann es nicht mehr hören. Auch von „Freunden“ nicht. Erst recht von so genannten Freunden nicht. Nein, ich will solche Freunde nicht. War ja früher nicht alles schlecht. Hatte ja auch sein Gutes. Ich habe nichts gegen Ausländer, aber … Aberaberaber … Laberlaberlaber … Ich sage ja: Am Ende wird abgerechnet. Die Seele ist unsterblich. Wie egoistisch die Menschen sind, die sagen, ich habe nur dieses eine Leben auf der Erde und deswegen genieße ich es. Nach mir die Sintflut. Ja, nach mir die Sintflut. Genau darauf wird es hinauslaufen. Du lebst ewig, verlass dich drauf. Ja, ich weiß, ich kann nur Sprüche kloppen. Und was tue ich? Gar nichts! Rauche fette Zigarren, trinke Wein und Whiskey und will Millionär werden. Genau. Will ich. Will jeder, aber nicht jeder gibt es zu. Warum spielen dann Millionen von Menschen jede Woche Lotto? Ehrlich, für heute Abend können mich alle am Arsch lecken. Ich bin bedient. Macht, was ihr wollt, aber macht es richtig. Bis bald   .

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