„weg“

„weg“ – die kleine Trilogie, wird besser und besser. Am Text wird jeden Tag gefeilt, derzeit mit Nassschleifpapier. Darauf kommt die Politur zum Einsatz. Klar, sie vermattet irgendwann, dann wird nachpoliert. Worte werden gestrichen, Sätze geändert – doch der Sinn bleibt bestehen. So wie sich ein Schriftstück bessert, bessert sich auch die Seele. Von Leben zu Leben, bis zur Perfektion. Sie wird gefeilt, geschliffen, poliert, bis zum vollendeten Glanz. Aber will man das überhaupt? Das ewig Glatte? Das Glänzende? Sind Ecken und Kanten nicht gerade das Wichtige? Machen sie nicht das Leben aus? Den Menschen? Und auch das Buch? Nichts ist perfekt. Oder? Ist ein gesunder Hai nicht perfekt? Doch, ich glaube schon. Ach Fuck! Ich mag den Wein, der auf meinem Schreibtisch steht. Merlot. Italienisch. Für mich einer der besten.

Es gibt Schriftsteller, die können keinen überflüssigen Satz schreiben. Sie sind nicht dazu in der Lage. Nichts am Text ist zu lang. Und nichts zu kurz. Ich mag gerne 200-Seiten-Romane, um so schneller gelangt man zu dem nächsten Buch, zu dem nächsten Schriftsteller. Wieder wird eine neue Welt betreten. Manchmal auch eine alte.

Und jetzt schläft mein Sohn. Und jetzt gelange ich zur Zigarre! Draußen sind unter null Grad. Trotzdem – mich treibt es auf die Terrasse, abends um halb neun. Die Sucht. Aber auch der Genuss.

Ich genieße es, mich Ihnen mitzuteilen. Ich genieße es, an diesem Blog zu arbeiten. Sitze in meinem Arbeitszimmer am Laptop und verzichte darauf, Briefe zu schreiben. Ich genieße die Freude, die mich bis zum Weiterschreiben des Romans begleitet. Im Januar ist es so weit. Endlich. Na endlich!

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