Unabhängig und frei

Guten Morgen!

Ich schreibe ein neues Buch. Dabei, ob wirklich ein ganzes Buch dabei herauskommen wird, vermag ich noch nicht zu behaupten. Ich fühle mich aber auf einem guten und richtigen Weg. Immerhin habe ich in drei Tagen 13 Seiten zu Werke gebracht, und dieser Tag hat ja gerade erst begonnen, denn es ist gerademal 9 Uhr 10. Ich bin in einem fantastischen Flow, wenn man bedankt, wie sehr ich mir bei BLOCK einen abgekrepelt habe. Durchaus ist es jetzt also möglich, dass ihr viel weniger von mir auf dieser Plattform lesen werdet, da ich schlicht und ergreifend nicht dazu komme, mich hier zu verwirklichen. Schade? Das ist nett von euch – ich fühle mich geschmeichelt. Schön ist es doch, was man sich als einfacher Mensch alles so einbilden kann. Kritisch wird es allerdings, wenn die Einbildung zur Obsession wird, wenn man sie nicht mehr im Griff hat und davon überzeugt ist, einer der besten Schreiber auf der ganzen Welt zu sein. So eine krankhafte Fantasie würde mir selbstverständlich niemals widerfahren. Ha! Hätte ich mehr Energie und könnte mich länger konzentrieren, säße ich den ganzen Tag am Schreibtisch und würde meiner Fantasie freien Lauf lassen. Derzeit geht es ganz gut. Also ich könnte jetzt kein Märchen oder einen Thriller schreiben, aber wie ihr ja inzwischen wisst, wird dieses auch nie meine Absicht sein. TB würde sagen: Du schreibst halt aus dem Leben. Von welchem Roman ich mich gerade für mein neues Buch inspirieren lasse, wissen nur er und ich. Ich hoffe sehr, dass ich mich während des Verfassens richtig, richtig freifühlen werde. Es ist doch so wichtig, seine Seele ab und zu freimachen zu können. Die ganze Scheiße, die einen matert, muss wenigstens ab und zu raus. Daher freue ich mich gerade geradezu abgöttisch, endlich, endlich wieder zum Stift greifen zu können. Dieses Mal versuche ich akribisch darauf zu achten, mir kein einziges Mal ein Zeitfenster zu setzen. Es muss mir scheißegal sein, wann das Ding zu Ende gebracht wird. Auch eine Seitenzahl habe ich zum großen Glück nicht im Kopf. Zudem stelle ich mir vor, ich hätte keine Mutter und keine Frau, die meine freien Gedanken beeinflussen bzw. umkrempeln könnten. Ich will offen für alles sein. Ich werde versuchen kein Blatt vor den Mund zu nehmen, es muss mir ebenso scheißegal sein, ob das Ding jemals veröffentlicht wird. Gerne auch erst nach meinem Tod. Wahrscheinlich muss man so an jedes Buch herangehen. Unabhängig. Frei.

Ich wünsche euch einen schönen Donnerstag. Lasst es am Wochenende krachen!

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