Mir fällt kein Titel ein

Freitagabend 23.30 Uhr.

Bei Kräutertee und schon gut drauf auf Zeldox und Lamotrigin, schlafe ich hier gleich am PC ein. Ich wollte schon viel früher schreiben, aber das Ding hat eine Million Updates hochgeladen. Jetzt schlürfe ich den Tee noch aus und dann gehts ab ins Bett. — Beim Campen habe ich nachts, wenn mein Sohn schlief, „weg“ gelesen, zumindest die ersten 100 Seiten, und ich muss sagen, begeistert bin ich nicht gerade. Ganz leichte Kost, literarisch und auch vom Inhalt, eine Geschichte, die man ausgezeichnet während einer langen Bahnfahrt lesen könnte. Wer schnell liest, schafft die 315 Seiten an einem Tag und kann sich gut unterhalten lassen. Das soll das Buch ja auch darstellen: Unterhaltungsliteratur. Ist es wohl tatsächlich geworden, viel zu verbressern und zu korrigieren finde ich nicht. Hier mal was weg, da ein anderes Wort und so weiter, aber im Großen und Ganzen bleibt alles so, wie es steht. Ist ja vielleicht auch nicht das Schlechteste. Ich jedenfalls kann nicht mehr aus dem Ding rausholen, meine ich, es sei denn, ein Lektor gibt mir noch den einen oder anderen Tipp. — Das neue Buch von mir heißt „Poesie aus der Wanne“ und wird derzeit von einigen Freunden gelesen. Wenn diese vier oder fünf Leser durch sind, überarbeite ich alles noch einmal und weiter gehts in der Runde. Na ja, so ist eben mein Vorgehen, und dann, entweder schreibe ich Verlage an oder setze es als E-BOOK ins Netz oder nutze die 1000 Euro meiner Mutter, die sie mir zur Verfügung stellt, und lasse das Buch selbst drucken. Kann ja nicht so teuer werden, sind 175 DIN’A 4 Seiten, also ca. 200 Buchseiten. Auf jeden Fall würde in diesem Falle eine Lesetour anstehen, quer durch Linden wahrscheinlich, bis hoch zur weit entfernten Nordstadt über die Ihme, dann nach Berlin und Hamburg, New York und LA, mal sehen … — Ihr wollt jetzt sicherlich wissen, wie viel ich wiege. 102,8 Kilo waren es am Montag, bevor ich zum Zelten gefahren bin. Bestimmt habe ich schon wieder etwas zugenommen, denn ein paar Pommes, etwas Wein, eine Tüte Studentenfutter, eine halbe Packung Pistazien und im Kino ein, zwei Hände voll Popcorn waren die Sünden. Ich kann wirklich froh sein, dass Zigarren null Kalorien haben, sonst würde ich bestimmt irgendwann platzen. Gleich ist es null Uhr, morgenfrüh um spätestens acht gehts wieder los, raus aus den Federn, frühstücken, einkaufen und sonst was besorgen und erledigen. — Beim Campen hatten wir im übrigen zweimal Unwetter, heftiger Sturm mit Gewitter und strömender Regen, das Zelt hat dicht gehalten, mein Sohn fürchtete sich etwas, aber wir haben das Prasseln auf das Zeltdach Arm in Arm auch sehr genossen. Schön matschig war nachher alles. Gehört wohl dazu. Ich bin mir nicht sicher, ob ich so der Camper bin, gebucht habe ich erst mal für nächstes Jahr, auch ein paar Tage länger, aber ehrlich, ohne meine Frau bin ich nur ein halber Mensch, sie fehlte an allen Ecken und Kanten, das Zelt war ein einziges Schlachtschiff, die Füße meines Sohnes waren noch nie so schwarz und das Essen war bestimmt auch nicht der Hit. Aber es hat großen Spaß gemacht, auch wenn es anstrengend war. Ich habe es genossen, nachts vor dem Zelt zu sitzen und als endlich alle schliefen, war es wundervoll still. Ich muss jetzt ins Bett, morgenfrüh schreibe ich euch noch kurz, was die Waage anzeigt. Erst mal euch allen ein schönes Wochenende, genießt es   !

Sonntagmorgen um halb sechs

Tatsächlich zeigte die Waage gestern 102,0 an, damit hatte ich nicht gerechnet. Allerdings stand sie eben schon wieder auf 103,3. Kein Wunder, denn gestern gab es Rindersteack vom Grill, Kartoffelsalat, Zaziki, tatsächlich eine Bratwurst, und abends, als ich mit meiner Frau auf der Terrasse saß, Käse vom Stück. Ein Tag gelebt in Saus und Braus, nicht zu vergessen, die drei Gläser Wein. Jetzt müsste ich eigentlich Sport machen, aber … na ja, ihr wisst ja. Ich versuche mich, die nächsten Tage wieder einzuschränken. An Kaffee ohne Milch habe ich mich inzwischen gewohnt und werde ihn schwarz weitertrinken, für meinen Magen ist das auf jeden Fall die angenehmere Variante. — So, jetzt noch einmal zum neuen Buch. Mit dem Titel bin ich mir nämlich schon wieder gar nicht so sicher, und ich habe einen neuen Schluss, nachdem meine Frau mir gestern einen wirklich fantastischen Tipp gegeben hat. Sie hat das Skript nun schon zweimal gelesen und die zweite Fassung gefällt ihr viel, viel besser, sie hatte kaum etwas auszusetzen, und das soll was heißen.

So, einen schönen Wochenstart morgen, bis bald   .

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