Es wird Zeit

Es wird Zeit. Wofür? Für so viel. Für einen neuen Beitrag erst einmal. Hier in diesem Blog. Es ist schon eine ganze Zeit her, dass ich euch geschrieben habe. Leute – dass ich überhaupt geschrieben habe. Klar, manchmal Tagebuch, oder nen Einkaufszettel, Notizen usw. Es war wirklich eine lange Pause, die sich über mehrere Wochen erstreckte. Es lagen viele andere Dinge an. So habe ich, wie einige von euch wissen, ne Menge Videos auf YouTube aufgenommen. YouTube: Henning Taube. Und ich habe endlich, endlich eine Frau gefunden, die mich managen möchte. Lisa, eine begnadete Fotografin aus Linden, mit der ich mich einige Male getroffen habe. Zudem haben wir die erste Aufnahme für unseren Podcast „Podsau“ aufgenommen. Was noch? Ich arbeite zurzeit fast täglich. Lese noch immer „Das Licht“. Ich bin so froh, dass ab Mittwoch meine Frau wieder zu Hause ist, sie war acht Wochen unterwegs. Acht Wochen, die zwar insgesamt schnell vorbeigezogen sind, aber dennoch auch lange Tage und Nächte mit sich gebracht haben. Also, hier gab es viel zu tun, mit mir selbst, und mit meinem Sohn natürlich. Wer es noch nicht weiß: Am 21.9. um 11.00 lese ich Gedichte vor dem Von Alten-Café in Linden. Und am 22.9. um 17.00 aus F25 im Phillies in der Südstadt. Ihr seid herzlich eingeladen. Das waren jetzt erst mal soweit die Infos, die ich euch senden wollte.

Hm. Über was soll ich schreiben? Ich habe den Eindruck, dass mich momentan die Videos mehr flashen, und natürlich die Podsau, obwohl ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob wir die erste Aufnahme wirklich nehmen sollen. Jean und ich müssen uns das Ganze noch einmal in Ruhe anhören und dann darüber entscheiden. Was ich beim Aufnehmen der Gedichte ganz deutlich merke, ist, wie wahr sie sind, und immer wahrer werden, und wie weit entfernt und doch wie nahe sie mir sind. Manchmal bin ich selbst darüber überrascht, was ich da zu Papier gebracht habe. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind vom Himmel gefallen. Sie sind göttlich. Ich glaube. Ich glaube an Gott. Für mich gab und gibt es Jesus Christus, das ist mir beim Einsprechen noch einmal ganz, ganz klar geworden. Ich habe mir 2003 wirklich eingeredet, ich müsse durch das Verfassen der „Letzten Version … vom Paradies“ den Irak-Krieg verhindern. Dies war mein Auftrag, meine Pflicht, meine Mission. Ist natürlich in die Hose gegangen, klar, wo ich gelandet bin. Doch der Gedanke, dass ich derjenige bin, der den Weltfrieden bringen kann, ist geblieben. Er ist sozusagen normal geworden, hat sich in mir manifestiert, gehört zu mir wie der Schlag meines Herzens, wie das Ein- und Ausatmen der Luft. Dieser große Gedanke erschüttert mich nicht mehr wie früher, als ich jedesmal zusammengebrochen bin und geschrien habe: „Warum ich!? Warum ausgerechnet ich!?“ Ich kenne die Antwort. Weil ich derjenige bin, der 1990 losmarschiert ist, ohne den Weg zu kennen, aber mit dem Ziel, sündenfrei zu werden. Ich verfolgte die Lehre des Don Juan, die Lehre des großen Schamanen und Meisters aus Mexiko. Ich richtete mich nach Zeichen und bin gelaufen und gelaufen. Sechs Psychosen, viele, viele hypomanische Phasen, Hochs und Tiefs, Himmel und Hölle, Euphorie und Depression bestimmten und bestimmen zeitweise noch immer mein Leben. Manchmal ist das Leben ein harter Kampf, das muss es wohl sein, sonst vergisst man, wo man herkommt. Die Sonne geht auf und wieder unter. Wind und Regen kommen auf, Hagel und Sturm, Kälte und Frost und Wärme bis hin zur Hitze. Wir kriechen durch Täler und erklimmen die höchsten Gipfel. Wenn wir auf uns achten, wenn wir unseren Weg mit offenen Augen gehen, ihn durchs Herz fließen lassen, kommen wir immer ein Stück näher. Ich habe lange nicht gebetet, ich habe Jahrelang gebetet, jetzt mache ich Pause. Meine Gebete haben sich  verinnerlicht, mein Glaube zu Gott wird so schnell nichts erschüttern können. Mein Leben liegt in seiner Hand. Und doch, und genau das ist das Schöne, das ist die Freiheit, können wir frei entscheiden. Ich kann frei entscheiden, ob ich die letzten fünf Sätze wieder lösche. Keiner, bis auf die Kinder, ist rein. Die ganzen Lügner (wo ich mich ganz klar zuzähle), die Räuber, Diebe, Schläger, Betrüger, Mörder, Schänder und und und. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Ich verschone euch mit meiner Christlichkeit und mach für heute Schluss   .

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