Der erste Satz auf dem neuen Notebook. Um 14 Uhr 53 auf meiner Terrasse. Es ist ganz still hier draußen. In was für einer Welt leben wir? Manchmal erscheint alles wie gemalt. So, als gehöre die Welt um mich herum nicht zu mir. Ein Film läuft ab. Manchmal ruhe ich in mir. Manchmal bin ich eins mit der Welt da draußen. Dann sauge ich sie durch Augen, Ohren, Mund und Nase in mich hinein. Schon lange habe ich der Natur keine Frage bezüglich meines Lebens gestellt. Schon lange habe ich nicht nach einem Zeichen gefragt. Mir gelingt es immer besser, im Hier und Jetzt zu sein. Nur äußerst selten schwelge ich in der Vergangenheit. Wie es in der Zukunft aussieht, weiß keiner. Der größte Schwachsinn ist zu fragen, wie du dich in fünf Jahren siehst. Ich sitze hier, fange die Worte kurz auf, und gebe sie weiter. Ich reiche sie herum. Jeder kann zugreifen. Jeder ist eingeladen, sie zu lesen. Ich gebe zu, dass mich all die Worte, die ich bis jetzt in diesem Blog geschrieben habe, gerade nicht interessieren. Zudem habe ich alle Lesungen abgesagt. Derzeit habe ich keine Lust auf einer Bühne zu stehen. Wozu ich Lust habe, ist, mich zu unterhalten. Ich habe Lust zu reden. Mit Menschen, die mir nahe stehen. Für mich ist das zurzeit die Erfüllung.
Ein neuer Tag beginnt gerade. Es ist 4.00 Uhr. Ich sitze auf meiner Terrasse, genieße einen Kaffee und rauche eine. Meine Augenlider sind noch schwer.