Im Büro

Finde „Büro“ viel besser als „Eck“! Also sitze ich ab heut im Büro – mit Zapfhahn! Kann mich Tag und Nacht volllaufen lassen, dazu so viele Zigarren qualmen, bis ich kotze (also nie), umsteigen auf Whisky, Rum und Gin, wann ich will, einen Deckel in unermessbarer Höhe anlegen, um dann nach Kuba zu fliehen. Natürlich hab ich inzwischen mindestens ein Dutzend Bücher rausgebracht, und Ole, der Besitzer des Büros, sozusagen der gute Gönner, ist dadurch steinreich geworden, weil ich mit Kurzgeschichten zahle. Er kommt mich zwei, dreimal im Jahr auf Kuba (ich arbeite jetzt in Hemingways Haus, das bis vor kurzem nur als Museum diente) besuchen und tanzt mit mir Hula-Hula, oder was man da sonst so tanzt. Auf jeden Fall tragen wir mexikanische Strohhüte, da wir Mexiko nicht benachteiligen wollen. Da holen wir nämlich unser Mescalin her. Ganze Kakteen von vier Meter Höhe. Wird ja schließlich alles gefilmt. Klar. Sender, Kameras, Wanzen, Spione, Agenten – immer hinter uns her. Wir kennen das aber inzwischen schon, macht uns nichts mehr aus. Ist ja für die beste Sache der Welt – einzig und allein für den totalen Weltfrieden. Nichts Geringeres als das. Wäre doch gelacht!

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