Es gibt Zeiten, da schreibe ich mir Leid, Frust und Kummer von der Seele. Dann gibt es wiederum Zeiten, da schreibe ich über nichts anderes als über Liebe. Gerne packe ich meine Gefühle in die Zeilen, die ein Gedicht darstellen sollen. Ob du es als Gedicht siehst oder als Scheiß, ist mir gleichgültig. Weil ich dich im besten Fall nicht kenne. Heute Nacht verspüre ich Wut im Bauch. Wut auf dich. Mir wäre es recht, könnte ich meine Wut in Liebe verwandeln und dir ein wundervolles Gedicht hinblättern. Dies ist aber nicht möglich – denn du bist es – du bist es – du bringst mich zum Kochen. Weil es nur um dich geht. Immer und immer, solange ich dich kenne, geht es um dich. Du bist nicht allein. Puh – ihr seid mir alle zu anstrengend – deswegen ist es soooo gut, dass ihr weit genug weg seid. Ist mir danach, mit euch zu sprechen, greife ich nach dem verdammten Handy – und bereue es im selben Augenblick. Mir geht es beschissen, ja, ihr hört es euch an. Eine Minute? Zwei Minuten? Und wie lange redet ihr dann von euch? Zehn Minuten. Zwanzig Minuten. Eine Stunde. Und meistens die gleiche langweilige Scheiße. Ich bin müde, es ist halb eins.
Gute Nacht